Das Mobile Internet erobert die Welt
Schon vor Jahren konnte man mit dem Handy ins Internet gehen. Genutzt hat es beinahe niemand. Heute sind Mobiltelefone und vor allem Smartphones so weit entwickelt, dass die dem heimischen Computer kaum, in welcher Disziplin auch immer, noch in etwas nachsteht. Surfen, Downloaden, Social Networks nutzen und alles andere, was man im Internet unternehmen kann, ist längst nichts Besonderes mehr für ein modernes Smartphone.
Die Techniken & Geschwindigkeiten
Schon als die Handys noch über die normalen GSM-Netze Funkten, konnte man mit Hilfe der WAP-Technik online gehen. Dies war aber so spartanisch und langsam, dass es kaum jemanden begeistern konnte. Ein Vergleich zum Computer war absurd. Geschwindigkeiten von 55 kbit/s waren zur besten Zeit der GSM/WAP Technik möglich. Erst die EDGE Technik, verbesserte die Raten auf bis zu 220 kbit/s, was heut zu tage aber immer noch lächerlich wenig ist. Wenig später kam mit UMTS oder "3G", dem Universal Mobile Telecommuncations System, eine Technik, die Geschwindigkeiten versprach, mit denen Surfen auf dem Mobiltelefon realistisch wurde. Stolze 384 kbit/s waren möglich. Doch die echte Revolution stellte das HSDPA Datenübertragungsverfahren dar. Dies wird oft als "3,5G" oder "3G+" bezeichnet, da es auf der UMTS Technik basiert. HSDPA erlaubt hingegen aber theoretisch bis zu unglaublichen 14,4 Mbit/s. Zum Vergleich: Die DSL Technik, die heute für das heimische Surfen verwendet wird, erreicht heute bis zu 100 Mbit/s. Normal sind allerdings Werte von 6 Mbit/s, 16 Mbit/s, 25Mbit/s oder 50Mbit/s. mit der HSDPA Technik werden, je nach Standort, immerhin bis zu 3,6 Mbit/s wirklich erreicht.
Tarife
Heute haben sich 2 Arten von Tarifen etabliert. Die Flatrate wie wir sie vom DSL-Anschluss zuhause kennen, mit einer kleinen Modifikation und eine Art Tagesflatrate. Letztere richtet sich eher an Menschen, die im Monat nur wenige Tage surfen wollen. Diese können jeder Zeit online gehen und aktivieren automatisch eine Tagesflatrate. Das heißt für diesen Tag, an dem sie online gegangen sind, bezahlen sie einige Euro und können dafür den ganzen Tag unbegrenzt im Internet surfen. Die Modifizierte Komplett Flatrate richtet sich hingegen eher an Vielsurfer. Hierbei handelt es sich um eine echte Flatrate, doch gibt es ein gewisses Datenvolumen. Dieses beträgt meistens zwischen 200 MB bzw. 0,2 GB und 3000 MB bzw. 3GB. Ist dieses erreicht, entstehen zwar keinerlei weitere kosten, doch wird das schnelle UMTS oder HSDPA Internet dann künstlich runter geregelt, sodass man nur noch mit in der Regel 64 kbit/s surfen kann. Für diese Flatrate bezahlt man dann monatlich einen Festbetrag.
Verfügbarkeit
Oft war die Verfügbarkeit in der Vergangenheit ein Punkt, der manche zögern ließ. Dieses Problem ist heute aber kleiner, denn je geworden. In Städten, dank gutem Netzausbau seitens der Netzbetreiber, gar keine Frage mehr, gibt es auch in ländlichen Gegenden fast überall das schnelle 3G Netz zum surfen, sodass sich heute auch hier eine solcher Datentarif ohne weiteres lohnt.
Abschließend ist zudem noch zu sagen, dass nebst einer solchen Internetflatrate für unterwegs natürlich auch ein geeignetes Smartphone angeschafft werden muss, damit sich das Mobile Surfen auch wirklich lohnt. Diese kosten oft viel Geld, wenn man sie ohne Vertrag kauft. Mit Vertrag, inklusive Datentarif und weiterem Telefon- sowie SMS-Guthaben, gibt es diese aber oft schon für grade mal einen Euro dazu.